Treuhandkonto LJV Verkehrsunfallwild

Kto.-Nr.: 165068

BLZ: 41050095

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Archiv

Datum: 14.02.2012
Mitteilung vom DJV vom 14.02.2012

DJV unterstützt Petition gegen Waffensteuer in Bremen

Vorhaben hat bundesweite Signalwirkung

(Berlin, 14. Februar 2012). Der DJV unterstützt eine Petition in der Bremer Bürgerschaft, die sich gegen eine Waffenbesitzsteuer richtet und bundesweit mitgezeichnet werden kann. Jäger und andere Intereßierte können die Petition im Internet aufrufen und unterstützen: Klicken Sie hier

Die SPD in Bremen hält trotz heftiger Kritik aus den Medien, sowie von Jägern und Sportschützen an ihrem Antrag fest, eine Waffenbesitzsteuer in Höhe von 300 Euro pro Jahr und Waffe einzuführen.

Die Landesjägerschaft Bremen und der DJV protestieren dagegen und verweisen darauf, daß eine solche Steuer rechtswidrig wäre. Dies zeigt ein Gutachten, mit dem der DJV und der Deutsche Schützenbund den Düßeldorfer Staatsrechtler Prof. Dr. Johannes Dietlein beauftragt hatten. Die Verbände sind bereit, notfalls Klagen gegen eine solche Steuer zu unterstützen.

Gemeinsam mit anderen Verbänden aus dem Forum Waffenrecht bringt sich der DJV seit Aufkommen der Diskußion auf verschiedenen Ebenen in der Politik und der Wirtschaft ein, um die von Bremen geplante Waffenbesitzsteuer zu verhindern.

Das Gutachten von Prof. Dr. Johannes Dietlein finden Sie als pdf-Dokument anbei.

(Gutachten)
Datum: 20.01.2012
LJV

Aktuelle Vorgänge aus der Verbandsarbeit (pdf)
Datum: 17.01.2012
Politik

Bremen: Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen - Waffenbesitz minimieren und Waffenbesitzsteuer in Bremen einführen (pdf)
Datum: 16.01.2012
LJV

Demonstration am 21.1.2012 in Detmold

Veranstalter: Bürgerbewegung Unser Teutoburger Wald

Gastredner: Elmar Brok, MdEP

Start: Kronenplatz 12:00 Uhr



Liebe Mitstreiter im Jagdrecht,

ich bitte um Kenntnisnahme der auffordernden Unterstützung durch den

Verband der Fischereigenoßenschaften NRWs e.V.

Stauseebogen 23

45259 Eßen

(s.unten)

So darf auch ich Sie herzlich bitten für eine Teilnahme an der Demostration gegen den NP Lippe

am Sa., 21.Januar. ab 12 Uhr

durch die Detmolder Innenstadt

zu werben.

Nähers bitte auch unter:

http://www.nationalparklippe.de/

http://www.unser-teutoburger-wald.de/termine.html



Mit herzlichen Grüßen

Dr. Philipp Freiherr Heereman

  • *

    Sehr geehrte Damen und Herren!

    Der Waldbauernverband NRW e.V. ruft mit ... Schreiben am 21. Januar 2012 zu einer Demonstration gegen den geplanten Nationalpark Teutoburger Wald auf.

    Im Namen unseres Vorsitzenden, Prinz Hubertus zu Sayn-Wittgenstein, bitte ich Sie herzlich, diese Aktion Ö. zu unterstützen.

    Wir können uns so solidarisch mit einem befreundeten Naturnutzerverband zeigen, Ö..

    Ohne eine gemeinsame Haltung wird es schwer sein, die aktuellen und zukünftig zu befürchtenden Angriffe auf die Eigentumsrechte und ihre Nutzungsmöglichkeiten abwehren zu können. Ö

    Was können Sie tun:

    1. Sprechen Sie Ihre Genoßenschaftsmitglieder an und werben Sie für eine Teilnahme an der Demonstration.

    2. Beteiligen Sie sich an der Onlinepetition:

    https://openpetition.de/petition/online/kein-nationalpark-in-teutoburger-wald-egge-senne.

    3. Informieren Sie ihre Fischereipächter und werben Sie auch bei ihnen für eine Teilnahme.

    4. Leiten Sie diese Mail an andere Betroffene weiter.



    Wir wißen, daß diese Vorgehensweise für uns eher ungewohnt ist.

    Die Erfahrungen in der jahrelangen Gremienarbeit zeigt jedoch, daß die Konzentration auf eine seriöse Sacharbeit allein nicht ausreicht, um unsere Rechte vor weiteren Einschränkungen schützen zu können.

    Wir dürfen daher auf den Verlauf des 21. Januars gespannt sein.

    Mit freundlichen Grüßen

    Stefan Jäger

    Geschäftsführer

    Verband der Fischereigenoßenschaften NRWs e.V.

    Stauseebogen 23

    45259 Eßen

    Tel: 0201 / 46 61 46

    www.vfg-nrw.de
  • Datum: 15.12.2011
    LJV

    15. Dezember (djv) Berlin

    DJV-Stellungnahme zu halbautomatischen Waffen

    Jeder Jäger sollte sein Werkzeug frei wählen können

    In Fragen des Waffenrechts hat für den DJV der Schulterschluß mit dem Forum Waffenrecht und den dort organisierten Verbänden höchste Priorität. Eine weitere Beschränkung des legalen Waffenbesitzes lehnt der DJV entschieden ab. Der legale Waffenbesitz ist in Deutschland sehr präzise geregelt, weiteren Bedarf an gesetzlichen Vorgaben gibt es nicht. Der DJV setzt sich aktiv dafür ein, daß es zu keiner weiteren Verschärfung kommt und daß - wie im Falle der Waffenverwaltungsvorschrift - Erleichterungen für Jäger erzielt werden.

    Der DJV hat zu keinem Zeitpunkt ein Verbot von halbautomatischen Waffen gefordert und zu keinem Zeitpunkt ein Verbot von Besitz und Nutzung gefordert. Jeder Jäger kann zweifelsohne eine Waffe nach seinen Vorlieben außuchen und natürlich jagdlich führen - solange diese legal ist. Der DJV gibt allerdings zu bedenken, daß es dem Image der Jagd in der öffentlichkeit nicht zuträglich ist, bei der Jagd halbautomatische Anscheinswaffen zu führen, die im Außehen modernen Sturmgewehren ähneln, die militärisch genutzt werden.

    Damit vertritt der DJV die Position einer Mehrheit unter den Jägern. Dies bestätigt eine Umfrage einer großen Jagdzeitschrift: Knapp 94 Prozent der rund 3.000 Teilnehmer sprachen sich gegen den Einsatz von halbautomatischen kriegswaffenähnlichen Anscheinswaffen bei der Jagd aus.



    13. Dezember 2011 (djv) Berlin

    Einheitliche Waffenverwaltungsvorschrift mit Licht und Schatten

    DJV kritisiert weiterhin die Regelung der Aufbewahrungskontrollen

    Die Waffenverwaltungsvorschrift hat jetzt im Bundeskabinett die letzte Hürde genommen und tritt in Kraft sobald sie im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Ziel ist ein einheitlicher Vollzug des Waffengesetzes. Das Waffenrecht ist Bundesrecht, wird aber von den Behörden der Bundesländer vollzogen. Die Verwaltungsvorschrift gibt nun den Behörden eine Richtschnur vor.

    Der DJV kritisiert, daß die Waffenverwaltungsvorschrift neben sinnvollen Regelungen auch strittige Bestimmungen enthält, vor allem was die Vorschriften zur Waffenaufbewahrung und der Kontrolle dieser Maßnahmen durch die Behörden betrifft. Mit diesen wird laut DJV die verfaßungswidrige Praxis mancher Waffenbehörden zementiert.

    Dagegen wird der DJV weiter vorgehen und die gerichtliche überprüfung der Aufbewahrungskontrollen und der hierfür von manchen Behörden erhobenen Gebühren weiter forcieren. Denn: Die Waffenverwaltungsvorschrift legt fest, daß die Kontrolle der Aufbewahrung im öffentlichen Intereße liegt und daher gebührenfrei bleiben müße, jedenfalls sofern es keine Beanstandungen gibt. Zugleich betont der DJV wie wichtig die sichere Waffenaufbewahrung ist und fordert die Jäger und alle anderen legalen Waffenbesitzer auf, ihre Waffen gesetzeskonform aufzubewahren.

    Neben den kritikwürdigen Paßagen zur Waffenaufbewahrung enthält die Verwaltungsvorschrift aber auch viele begrüßenswerte Konkretisierungen des Waffengesetzes, für die sich der DJV erfolgreich stark gemacht hat:

    * Transport im Auto: Die Waffe muß nicht zwingend in einem verschloßenen Behältnis transportiert werden, sondern darf lediglich nicht zugriffsbereit sein. Das heißt: Sie darf bei einem Transport in einem unverschloßenen Behältnis nicht innerhalb von drei Sekunden mit weniger als drei Handgriffen in Anschlag gebracht werden können.

    * Führen im Zusammenhang mit der Jagd (also auf dem Weg ins Revier): auf dem Weg ins Revier sind kleine Abstecher - etwa zur Post - erlaubt.

    * Vorübergehende Aufbewahrung auf Reisen: Waffe und Munition müßen nicht zwingend im Waffenschrank verwahrt werden. Bei Reisen kann der Kleiderschrank im Hotelzimmer ausreichen, wenn Verschluß oder Vorderschaft entfernt wird.

    Der DJV hatte im Vorfeld Stellung zum Entwurf genommen und gemeinsam mit den anderen im Forum Waffenrecht vertretenen Verbänden zahlreiche Gespräche auf allen Ebenen geführt. Dabei konnten überzogene Forderungen des Gesetzgebers verhindert werden.
    Datum: 17.10.2011
    LJV

    Nachrichten-Telegramm:

      Remmel und Borchert eröffnen NRW-Wildwochen

      Bodenbrütersymposium am 28. September:

      Ohne Prädatorenbejagung geht es nicht!

      Jagd & Hund 2012 - Bußfahrten rechtzeitig planen



    Termine

      Dienstag, 31. Januar, bis Sonntag, 5. Februar 2012: Jagd & Hund 2012



    Nachrichten-Volltext:



    Remmel und Borchert eröffnen NRW-Wildwochen

    Auf der weltweit größten Ernährungsmeße Anuga in Köln fand am 11. Oktober die Eröffnung der diesjährigen NRW-Wildwochen statt. Der Auftakt erfolgte unter Beteiligung von Nordrhein-Westfalens Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Johannes Remmel, der auch die Schirmherrschaft über die NRW-Wildwochen übernommen hat.

    Unter der Leitung von Björn Freitag, bekannt als "der Vorkoster" in der gleichnamigen WDR-Sendung, Sternekoch im "Goldenen Anker", Dorsten, und Mannschaftskoch von Schalke 04, beteiligten sich neben Minister Remmel auch Jägerpräsident Jochen Borchert, DEHOGA-Präsident Olaf Offers und der neue Leiter des Landesbetriebes Wald und Holz NRW, Andreas Wiebe, an der Eröffnungsveranstaltung im Rahmen eines Schaukochens.

    Remmel lobte die hervorragenden Produkteigenschaften von Wildbret. Zudem liege die regionale Vermarktung von Wildbret voll im Trend und werde von seinem Ministerium gerne unterstützt, so Remmel.

    Der Landesjagdverband NRW führt die NRW-Wildwochen gemeinsam mit dem Fleischerverband NRW, dem DEHOGA NRW, dem Verein NRW kulinarisch Marketing e.V. sowie dem Landesbetrieb Wald und Holz durch.

    Frisches Wildbret von Hirsch, Wildschwein, Reh, Hase, Fasan, Ente oder Taube hat jetzt im Herbst Saison, wenn das Jagdjahr seinen Höhepunkt erreicht. Jährlich kommen rund 25.000 Tonnen Wildbret aus deutschen Revieren auf den Markt. Die Jagd in Deutschland bedeutet nachhaltige Nutzung natürlicher Reßourcen, die auch nach allen internationalen Konventionen als eine Form des Naturschutzes anerkannt ist.

    Wildbret ist aber keineswegs nur lecker. Es ist auch gesund. Es ist reich an Mineralstoffen, sehr bekömmlich und leicht verdaulich. Wildbret ist fettarm, aber reich an hochwertigem Eiweiß. Es ist kalorienarm, aber voller Vitamine und Spurenelemente.

    Mit den NRW-Wildwochen weisen Jäger, Förster, Gastronomen und Fleischer gemeinsam auf die Vorzüge von Wildfleisch hin. Sie verkaufen Wildgerichte und Wildbret zu angemeßenen Preisen und sind Garant für beste Qualität aus heimischen Revieren. Bei Supermärkten sollte unbedingt die Herkunft des Fleisches kontrolliert werden.

    Zeitgleich zur Eröffnung der NRW-Wildwochen wurde auch die etablierte Internet-Suchmaschine www.nrw-wildbretboerse.de neu gestaltet und online gestellt. Damit können LJV-Mitglieder ihr Wildbret jetzt noch attraktiver vermarkten.

    Weitere Informationen bieten zudem die Internetseiten der beteiligten Verbände:

    www.wild-auf-wild.de, www.nrw-kulinarisch.de, www.dehoga-nrw.de, www.wald-und-holz.nrw.de, www.fleischer-nrw.de, www.ljv-nrw.de

    Danksagung:

    Der Auftakt der NRW-Wildwochen wurde maßgeblich unterstützt durch den Schultenhof, Hattingen. Deßen Inhaber, Herrn Alfred Schulte-Stade, und seinem Team sei an dieser Stelle herzlich dafür gedankt.



    Bodenbrütersymposium am 28. September:

    Ohne Prädatorenbejagung geht es nicht!

    Dies war der Konsens auf dem LJV-Bodenbrüter-Symposiums in Arnsberg-Neheim am 28. September. Namhafte Experten des deutschsprachigen Raumes stellten gemeinsam fest, daß Schutzziele, seien sie nun jagdlicher Art oder dem Naturschutz unterstellt, oftmals nur durch maßive Reduktion der Prädatoren erreicht werden können. Dabei ist die Fallenjagd in vielen Fällen unverzichtbar.

    Rund 110 Teilnehmer konnte Jochen Borchert, Präsident des Landesjagdverbandes NRW (LJV), zu dem Symposium begrüßen. Ein Zeichen wie sehr dieses Thema den Praktikern unter den Nägeln brennt. Und so forderte Borchert auch praxisnahe Lösungen. Die Prädatorenbejagung könne ein übermaß an Beutegreifern verhindern, um jagdbare Arten ebenso wie seltene Bodenbrüter und andere geschützte Arten und damit auch das ökologische Gleichgewicht zu schützen, so Borchert.

    Doch was sind eigentlich "Prädatoren"? Und wie stellt sich der Sinn oder Unsinn der Prädatoren-/Beutegreiferbejagung aus wildbiologischer Sicht dar? Wie Prof. Dr. Klaus Hackländer vom Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität Wien verdeutlichte, wird der Begriff "Prädator" oftmals synonym mit "Beutegreifern" verwendet. Doch das ist genau genommen nicht richtig. "Ein Prädator ist ein Organismus, der sich von anderen, noch lebenden Organismen ernährt", erklärte der Biologe. "Also beispielsweise auch eine Stechmücke oder ein Hirsch, der eine Tanne verbeißt. Es kommt also nicht automatisch zum Tod der Beute." Dies sei erst bei echten Räubern, den Beutegreifern, der Fall.

    In seinem Vortrag verdeutlichte der Wißenschaftler, daß vielfach zu simpel gedacht und dabei zu schnell in "Gut" und "Böse" unterschieden werde. So hänge es nicht nur von dem Prädator Fuchs ab, ob es Rebhuhn oder Feldhase gut gehe. Einflußfaktoren seien auch der Lebensraum mit seinem Angebot an Nahrung und Deckung, Krankheiten sowie das Wetter.

    Die Beeinflußung eines Einflußfaktors führt in den meisten Fällen nicht zu einer positiven Beeinflußung einer Wildtierpopulation. Z. B. eine alleinige Prädatorenbejagung wird nicht zu einer Erholung einer Wildart führen. Die Kombination von Lebensraumverbeßerung und einer Prädatorenbejagung kann dagegen zu einer Erholung der Wildart führen.

    Fest steht, daß die Bestände an Prädatoren und deren Artenzahl in NRW zunehmen. Das verdeutlichte anschaulich Dr. Jürgen Eylert von der Forschungßtelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung in Bonn. Die Analyse von den Jagdstrecken könne wichtige Informationen über den Zustand der jeweiligen Wildart liefern. Wichtig sei allerdings dabei, daß man auch die Entwicklung der Fallwildzahlen berücksichtigt. Ist z. B. die Jagdstrecke einer Wildart rückläufig und steigen dagegen die Fallwildzahlen in dem gleichen Zeitraum an, so ist die Wildart in seinem Bestand nicht gefährdet.

    Nicht nur "Neubürger" wie Waschbär und Marderhund seien im Aufwärtstrend, auch andere Arten wie Luchs oder Wanderfalke kehrten zurück. Wobei dies nicht einmal von Nachteil sein müßte. "Vielleicht ist der Luchs ja sogar vorteilhaft in Sachen Waschbär", gab Eylert zu bedenken.

    Die "Waschbär-Hochburg" in NRW ist der Kreis Höxter, in dem z. B. im Jagdjahr 2008/2009 mit gut 3450 Kreaturen die Hälfte der Jagdstrecke von ganz NRW erzielt wurde.

    Waschbären sind Allesfreßer. Etwa 40 % ihrer Nahrung ist pflanzlicher Art und etwa 60 % ist tierische Nahrung - darunter zur Hälfte Wirbeltiere - berichtete Dr. Burkhard Beinlich. Als Leiter der Landschaftßtation im Kreis Höxter referierte er über Schäden, die diese invasive Art in den Naturschutzgebieten anrichtet. Demnach gehören Grasfrosch und Erdkröte scheinbar zu den bevorzugten Delikateßen der Kleinbären. Bei Erdkröten blieben ganze "Schlachtplätze zurück. Anhand dieser ließe sich ermitteln, daß innerhalb von drei Nächten bis zu 800 Erdkröten "verspeist" wurden. Auch Steinkauz, Wendehals, Flußregenpfeifer und selbst Nilgänse seien vor den Waschbären nicht sicher. Ohne ein entsprechendes Management, wie z. B. Verbeßerung des Lebensraumes (größere Waßerflächen), für Waschbären nicht zugängliche Krötenüberquerungsbereiches und die Bejagung in enger Kooperation mit den Jagdpächtern, die an den Randbereichen der Schutzgebiete Lebendfallen aufstellen, können sich nach Dr. Beinlich die Erdkröten und Grasfrösche nicht auf einem höheren Niveau stabilisieren.

    Ohne Jäger und Fallenjagd läßt sich auch im Zwillbrocker Venn, einem Naturschutzgebiet im Kreis Borken, kein Schutz bedeutsamer Vogelarten betreiben. "Es reicht nicht, Füchse nur mit der Waffe zu bejagen", sagte Dr. Dietmar Ikemeyer, Geschäftsführer der Biologischen Station Zwillbrock im Kreis Borken. Auch die Fallenjagd sei erforderlich, um die Bodenbrüter und ihre Gelege zu schützen.

    Weiterhin wies er daraufhin, daß beim Management nicht nur die Auswirkung einer Maßnahme gegen einen Prädator, sondern auch die Auswirkung auf die zu schützende bzw. begünstigende Art berücksichtigt werden muß. So muß z. B. bei der Umzäunung von Flachgewäßern - um den Zugang des Fuchses zu einer Insel zu verhindern - auch das Verhalten der Waßer- und Wiesenvögel berücksichtigt werden. Ansonsten wird nicht nur der Fuchs durch die Umzäunung von der Inseln fern gehalten, sondern die Insel kann dann auch nicht mehr von den Waßer- und Wiesenvögeln aufgesucht werden.

    Mit kleinen Flößen als Nisthilfe und viel Aufwand wird das einzige Brutvorkommen von Trauerseeschwalben in NRW im Gebiet des Bienener Altrheins im Kreis Kleve unterstützt. Das verdeutlichte Dr. Ulrich Werneke, Geschäftsführer des Naturschutzzentrums Kleve.

    Er zeigte anschaulich, daß für die Erkennung einer Ursache für die Gefährdung einer Art, die intensive Untersuchung des betroffenen Gebietes entscheidend ist.

    So hatten Sichtbeobachtungen und die Analysen von Fährten eines Marderhundes diesen zunächst als Verantwortlichen für den Rückgang einer Trauseeschwalbenkolonie in Verdacht gebracht.

    Daraufhin wurden mittels einer Ausnahmegenehmigung über die Untere Landschaftsbehörde sechs Lebendfangfallen aufgestellt, die von den örtlichen Revierinhabern betreut wurden.

    Weitere Untersuchungen ergaben, daß Waldohreulen die Nester geplündert und durch die Laichaktivität von Karpfen die Eier von den Nisthilfen gerollt waren, und somit den Bruterfolg der Trauerseeschwalbe gemindert hatten. In diesem Fall war die falsche Arte unter Verdacht geraten.

    Intereßante Einblicke in den Schutz von Seevögeln auf den Inseln an Nord- und Ostsee gab Uwe Schneider vom Verein Jordsand mit Sitz im schleswig-holsteinischen Ahrensburg. So können auf den Inseln z. B. eingeschleppte Hausmäuse und Ratten zum Erlöschen von ganzen Vogelpopulationen führen, da ihnen dort die natürlichen Feinde fehlen.

    Insbesondere auf Sylt haben in früheren Jahren viele verschiedene Vogelarten gebrütet. Daß dies heute nicht mehr der Fall ist, läge nicht an den Touristen, sondern sei dem Bau des Hindenburgdammes geschuldet, durch den Prädatoren wie z. B. der Fuchs auf die Insel gelangten. Aber auch die Förderung bestimmter Vogelarten kann anderen Vögeln das Leben schwer machen, wie Schneider an dem Beispiel der Förderung des Wanderfalkens deutlich machte. So sei mittlerweile jeder Leuchtturm und jede Bake mit einem Wanderfalkenkasten ausgestattet. "Seevögel sind Traditionsbrüter. Aber wenn sie einmal verscheucht sind, dauert es Jahrzehnte, sie wieder anzusiedeln", erklärte der Vogelschützer. Was ein Verbot der Jagd bewirken kann, verdeutlichte er am Beispiel eines Naturschutzgebietes im Bereich der Schleimündung. Die Halbinsel am nördlichen Ufer der Schleimündung sei in den 1980er-Jahren ein "Traumgebiet" für Brutvögel gewesen. "Dann wurde die Jagd verboten. Seitdem ist die Brutvogelwelt auf fast null herunter", berichtete Schneider, und betonte: "Wir sind als Naturschützer auf die Unterstützung der Jäger angewiesen."



    Jagd & Hund 2012 - Busfahrten rechtzeitig planen

    Die nächste Jagd & Hund wird vom 31. Januar bis 5. Februar 2012 stattfinden. über das vielseitige Programm von Europas größter Meße für Jagd und Angelfischerei wird der Rheinisch-Westfälische Jäger in seinen kommenden Ausgaben informieren.

    Schon jetzt sollten Gruppen das sogenannte "Hegering-Programm" einplanen. Dies beinhaltet einen ermäßigten Eintrittspreis (ab 20 Personen). Zusätzlich kann auch ein Zuschuß zu den Fahrtkosten beantragt werden (gilt nur von Dienstag bis Freitag!). Wer sich schon jetzt bei der Meßeleitung anmeldet, kann bis zu 100,- Euro der Rechnung des Busunternehmers zurückvergütet bekommen.

    Meße Westfalenhallen Dortmund GmbH

    Strobelallee 45

    44139 Dortmund

    Fax: 0231/1204678

    Einen entsprechenden Coupon finden Sie zudem im kommenden Rheinisch-Westfälischen Jäger, Ausgabe 10/2011, auf Seite 26.
    Datum: 06.10.2011
    LJV

    Nachrichten-Telegramm:

    - Voller Einsatz für die Niederwildjagd, die Jagd mit der Falle, den Katalog der jagdbaren Arten und eine tierschutzgerechte Hundeausbildung



    Nachrichten-Volltext:

    Voller Einsatz für die Niederwildjagd, die Jagd mit der Falle, den Katalog der jagdbaren Arten und eine tierschutzgerechte Hundeausbildung

    Wer die aktuelle Wald-Wild-Mensch-Diskußion verfolgt, bekommt leicht den Eindruck, die Jagd sei heute in vielen Revieren nur noch Jagd auf Schalenwild. Zum Glück sieht die Situation in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens anders aus. Hier lebt die Niederwildjagd auch auf Hase, Fasan, Taube, Ente oder Fuchs, mittlerweile auch auf Gänse. Im größten Bundesland gibt es eine jagdliche Vielfalt, um die uns andere beneiden. Die WILD-Zählungen bestätigen es alljährlich: NRW ist das Hasenland Nummer 1! Zudem erreichen wir im Ländervergleich mit Abstand die höchste Taubenstrecke, wofür uns die die taubengeplagten Landwirte dankbar sind.

    Die Liste der jagdbaren Arten umfaßt allerdings auch viele Arten, die wir seit Jahren und Jahrzehnten nicht bejagen. Gleichwohl unterliegen sie den Bestimmungen des Jagdrechts, sind also Ziel unserer Hegebemühungen und unserem Schutz anvertraut. Die Hege erhält einen den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnißen angepaßten, artenreichen und gesunden Wildbestand, pflegt und sichert deßen Lebensgrundlagen. Verantwortungsbewußte Jagd bedeutet eben weit mehr als Beute machen.

    Dennoch verfolgen manche die Absicht, die Liste der jagdbaren Arten zu kürzen. Würden diese Vorstellungen in einem künftigen Landesjagdgesetz, das die Düßeldorfer Koalition anzustreben vereinbart hat, Berücksichtigung finden, so käme das einem Mißtrauensvotum gegen Jagd und Jäger gleich. Kein verantwortlich Denkender und Handelnder hat uns bisher gesagt, wodurch das gerechtfertigt wäre.

    Niemand kann überzeugend erklären, warum an der Liste der jagdbaren Arten etwas geändert werden müßte. Warum antasten, was sich seit Jahrzehnten bewährt hat? Wo ethisch und praktisch die Jagd auf jagdbare Arten nicht geboten erscheint, greift eine ganzjährige Schonung per Verordnung, durch freiwillige Vereinbarung (wie gerade wieder mit dem Außetzen der Rebhuhn-Vereinbarung von uns bewiesen) oder notfalls durch ministerielle Anordnung.

    Der Landesjagdverband hat stets Brücken gebaut und vernünftigen Lösungen nie im Weg gestanden. Aber einer Reduzierung des Katalogs der jagdbaren Arten kann und wird er nicht die Hand reichen. Eine Jagdpolitik gegen Jagd und Jäger wäre zum Scheitern verurteilt wie jede Politik, die Gesetze gegen die Betroffenen durchzusetzen versucht. Abgesehen davon halten Juristen die Entfernung jagdbarer Arten aus dem Jagdrecht prinzipiell für einen unzuläßigen Eingriff in das Eigentumsrecht, das den besonderen Verfaßungßchutz des Grundgesetzes genießt.

    Mit dieser Position stehen wir nicht allein. Andere Naturnutzerverbände teilen unsere Position und unterstützen uns mit vollem Engagement. Wir sind uns einig in der Ablehnung, einzelne Tierarten aus dem Katalog der jagdbaren Tierarten in Nordrhein-Westfalen zu werfen. Notfalls müßte dagegen auf dem Klageweg vorgegangen werden.

    Auch etwaige Einschränkungen bei der Hundeausbildung lehnen wir entschieden ab. Daß die derzeit in NRW geübte Praxis der Jagdhundeausbildung und -prüfung auch bei der Ausbildung an lebenden Enten und Füchsen tierschutzgerecht ist, wurde bereits durch Gerichtsurteile bestätigt.

    Deshalb wird der Landesjagdverband die jüngste, zum wiederholten Male schwer neben den Tatsachen liegende Berichterstattung der "Deutschen Jagdzeitung" mit einer Gegendarstellung beantworten. Vor allem die Behauptung, das Präsidium des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen habe sich für die Aufgabe der Fangjagd entschieden, ist wahrheitswidrig, tatsachenfrei und absurd.

    Ich bin sicher, daß sich auch in Zukunft an unserer Position nichts ändern wird. Die Jagd mit der Falle ist für den Schutz des Niederwildes, aber auch vieler anderer Tierarten unverzichtbar, wie gerade das Bodenbrüter-Symposium des Landesjagdverbandes unter Beteiligung vieler anderer Naturschützer erneut gezeigt hat. Allein diese Veranstaltung mit mehr als hundert Teilnehmern hat deutlich gemacht, mit welchem Intereße und Engagement sich der Landesjagdverband für die Niederwildjagd einsetzt und ganz gewiß nicht nur für Rot- und Schwarzwild.

    Jochen Borchert

    Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen
    Datum: 11.09.2011
    LJV

    Nachrichten-Telegramm:

      "Bodenbrüter-Symposium" am 28. September

      - Anmeldungen sind noch möglich -

    Nachrichten-Volltext:

    Bodenbrüter-Symposium am 28. September

    - Anmeldungen sind noch möglich -

    Uns Jägern geht es nicht nur um den Schutz der jagdbaren Arten, sondern der gesamten frei lebenden Tierwelt. Besonders gefährdet sind Bodenbrüter, die heute schon auf der roten Liste stehen, wie Feldlerche und Kiebitz.

    Wir wollen im Rahmen eines ganztägigen Symposiums am 28. September 2011 im Forstlichen Bildungszentrum für Waldarbeit und Forsttechnik in Arnsberg die Gefährdung dieser und anderer Arten durch die Veränderung der Kulturlandschaft, aber eben auch durch die Zunahme der Prädatoren diskutieren und nach Wegen zum Schutz dieser Arten suchen. Eine wirksame Prädatorenbejagung verhindert ein übermaß an Beutegreifern für jagdbare Arten ebenso wie für andere Bodenbrüter und sichert so das ökologische Gleichgewicht.

    Weitere Infos (Programm und Anfahrtßkizze) in der Septemberausgabe des RWJ.

    Wir sehen uns am 28. September zum Bodenbrüter-Symposium des LJV NRW in Arnsberg.

    Anmeldungen nimmt der LJV NRW noch über den Jägerhof Brüggen, z. Hd. Frau Inge Stockinger, Von-Schaesberg-Weg 43, 41379 Brüggen, Tel.: montags bis donnerstags (11.00-15.30 Uhr) 0 21 63 - 50 09 81, E-Mail: jaegerhof-brueggen@arcor.de entgegen.

    Wichtiger Hinweis:

    Ohne Anmeldung ist keine Teilnahme möglich! Versendung von Unterlagen erfolgt nicht!

    Der Tagungsbeitrag beträgt 10,50 € (inkl. Verpflegung und Getränke).

    überweisen Sie bitte den Tagungsbeitrag nach erfolgter Anmeldung auf das folgend genannte Konto:

    Kontoinhaber: Landesjagdverband NRW e. V.

    Konto-Nr.: 369025

    Bankleitzahl: 400 501 50

    Sparkaße Münsterland Ost

    Kennwort: Bodenbrüter-Symposium 2011
    Seite: 1 2 3 4 5 6
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